FreundInnen lesen #5: Wir haben Raketen geangelt

Lange nichts gehört von den lesenden FreundInnen. Jetzt gibt’s endlich einen neuen Beitrag in der Kategorie FreundInnen lesen. Dieses Mal legt euch meine liebe Freundin, Kommilitonin und Literaturverbündete Ann-Kathrin ein Buch ans Herz. Es handelt sich dabei um den Erzählungsband Wir haben Raketen geangelt von Karen Köhler, den ihr nach Ann-Kathrins Aussagen sogar unterm Tannenbaum lesen könnt. Wie passend. Vorhang auf:

Karen Köhler Wir haben Raketen geangelt

Karen Köhler
Wir haben Raketen geangelt
Erzählungen
Hanser
2014

Das Besondere?

Karen Köhler liebt Menschen und deren Schicksal. Das ist zumindest mein Eindruck und das, was mich an diesem Erzählband so verzückt und berührt hat; die vielen verschiedenen Figuren, die auf 238 Seiten zum Leben erwachen und zu Deinen Verbündeten werden. Jede Geschichte begann so hoffnungsvoll und hat zum Ende hin dann mit voller Wucht zugeschlagen und mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Wir haben Raketen geangelt ist dennoch genauso tragisch wie komisch. Durch Köhlers Beobachtungsgabe und Fantasie werden die Figuren so lebendig und glaubwürdig. Diese ganzen kleinen Erzählungen könnte ich mir außerdem unglaublich gut als Mini-Serie vorstellen. (MEINE IDEE!!!)

Jahreszeitenlektüre?

Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember, jeden Monat auf’s Neue. Im Schnee, auf dem Weihnachtsmarkt alleine mit nem Glühwein, im Park, am Kanal, im Café, im Zug, am Bahngleis, in den Bergen, am Meer, am Flughafen, im Bett, ach, sogar unterm Tannenbaum.

Song zum Buch?

STAY Foxy. Hab meine Lieblingszeile einfach mal bei YouTube eingegeben und das kam dabei raus. Zufällig passt dieser jazzige Song zu einigen der Figuren, etwa zum „Commandante“.

Zu einem Gefühl, das zurückbleibt nach der Lektüre eher:

Lieblingszitat?

Zu viele. Spontan? Aus der Erzählung „Wir haben Raketen geangelt“

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Wir streiten nur an unserer Streitmaschine, einer alten Olympia, und die Regeln gehen so: Immer nur eine Person zur selben Zeit an der Tastatur. Es darf nur geschrieben und nicht gesprochen werden. Immer nur ein Satz, dann ist wieder der andere dran. Die Streitprotokolle werden in Ordnern abgeheftet, die mit Jahreszahlen versehen sind.

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Ich sitze an der Streitmaschine und breche alle Regeln.

Vielen Dank, liebe Ann-Kathrin.

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