Und sonst so? [Monatsrückblick Juli 2018]

Aktuell brütet Deutschland unter einer heftigen Hitzewelle, im Juli zeigte sich der Sommer dagegen noch von seiner angenehmsten Seite. Das bedeutete ordentlich Aktivität an der frischen Luft, hinter der der Medienkonsum – Bücher ausgenommen, hier ging doch einiges – deutlich zurücktreten musste. Gute Sache, finden wir!

Gelesen

JULIANE: Ich habe endlich Wie hoch die Wasser steigen von Anja Kampmann ausgelesen und sogar rezensiert – eine fordernde und lohnende Lektüre. Außerdem habe ich drei Bücher zum Thema Nature Writing gelesen, eins über Bäume, eins über skurrile Tiermeldungen und eins über die Fledermaus, ein kleiner Sammelbeitrag folgt ganz bald. Und im Moment lese ich Töchter von Lucy Fricke, welches ich schon jetzt unglaublich mag.

Und sonst so? [Monatsrückblick Juli 2018]

STEFAN: Ich habe Robert Menasses Die Hauptstadt gelesen und war ziemlich begeistert. Dann noch das aktuelle Standardwerk zu Verschwörungstheorien von Michael Butter, »Nichts ist, wie es scheint«. Über Verschwörungstheorien, den aktuellen Bestseller von Robert Seethaler, Das Feld, und das erste Buch einen kommenden Sammelbeitrag zu Flucht und Migration, Flucht nach Europa. Ursachen, Konflikte, Folgen von Stefan Luft. Die ersten beiden sind bereits als Rezensionen online, der Rest wird folgen.

Gesehen

JULIANE: Wirklich viel habe ich in diesem außergewöhnlich heißen Juli nicht geschaut. Immer mal wieder gönne ich mir eine Folge Dear White People. Die Netflix-Serie thematisiert auf humorvolle Weise die Facetten des Alltagsrassismus in den USA und wird aus Sicht afroamerikanischer Schüler*innen erzählt.

STEFAN: Eine bodenständige deutsche Serie habe ich mal wieder gesehen: Charité. Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr dieser deutsche Stil in Geschichtsfilmen und -serien mittlerweile etabliert ist – alles sieht gleich aus, alles wird gleich erzählt. Bei Charité fand ich das aber alles in sich stimmig und unterhaltsam, also keine Einwände!

Gehört

JULIANE: Seitdem Stefan und ich auf der Hochzeit seiner Cousine waren, ging mir »Every River« von Runrig, zu dem Braut und Brautvater getanzt haben, nicht mehr aus dem Kopf. Um dem Schmalztöpfchen das Gewürzgürkchen aufzusetzen: Es war wirklich die Live-Version und nur die mag ich!

STEFAN: Ich war für drei Wochen in Berlin und konnte endlich mal wieder auf Konzerte gehen. In der Gluthitze des Neuköllner Internet Explorer habe ich Yumi aus Singapur gesehen, super Band!

Gemacht

JULIANE: Fast jedes Wochenende in diesem Monat war ausgebucht. Es ging auf ein Festival in die Nähe von Berlin, mit dem Drive Now-Cabrio zum See, auf den CSD und zu Mutti nach Brandenburg.

STEFAN: Meine Cousine hat geheiratet, also gab es einen Ausflug nach Dortmund. Die Feier war schön, praktisch die ganze Familie war da. Der kleine Trip nach Dortmund hat durchaus Laune gemacht. Auf dem Vorplatz des Deutschen Fußballmuseums den folgenden, überaus sonnigen Vormittag in Liegestühlen rumzuhängen und auf den Zug zu warten, war aber auch nicht zu verachten.

Bahnhof

Geklickt

JULIANE: Als offizielle Buchpreisbloggerin habe ich mich in diesem Monat natürlich oft durch den Blog des Deutschen Buchpreises geklickt.

STEFAN: Diesen Monat habe ich mir vor dem Urlaub ordentlich Sri Lanka-Dokus zusammengeklickt. Ich freue mich schon riesig auf die Zugfahrten durch die Berge und Täler, auf Teeplantagen, Urwälder … und unendliche Strände! Hier ein kleiner Appetithappen:

 

Kategorie Blog, Mischmasch
Autor

Ich bin im Niemandsland von NRW zwischen Tagebauten und Kraftwerken aufgewachsen, da gab es nur wenige Argumente gegen ausgiebiges Lesen, um der Tristesse zu entkommen. Dann ging es nach Aachen, später nach Köln, dann nach Göttingen und nun lebe ich in Berlin. Beruflich vor allem mit wissenschaftlichen Büchern beschäftigt, kann ich mich auf dem Blog in der Belletristik austoben. Nebenbei spiele ich noch in Bands, meine zweite Leidenschaft ist ganz klar die Musik! Oder doch Kochen und Essen? Naja …

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