Und sonst so? [Monatsrückblick November 2018]

Im November findet traditionell der open mike statt, bei dem wir dieses Jahr den Blog leiten durften. Außerdem gab es noch eine Reihe interessanter Veranstaltungen und ordentlich neue Bücher.

Monatsrückblick November

Gelesen

JULIANE: Ich habe in diesem Monat sehr viel gelesen – die open mike-Texte, Hundert von Heike Faller und Valerio Vidali (ging sehr schnell und finde ich großartig, soviel sei verraten) und die wunderbaren Erzählungen von Pippa Goldschmidt, Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen – Rezensionen folgen gaaaaaaaanz baaaaaald.

STEFAN: Der graue Herbst ist ja bekanntlich perfektes Lesewetter. So war auch der November bei mir ein erfolgreicher Lesemonat. Ich habe Fels von Kolja Mensing gelesen, Der Tag endet mit dem Licht von Denis PfabeUnser großes Album elektrischer Tage von Johanna Maxl (ein Highlight 2018!), Stella von Takis WürgerDer neue Klassenkampf: Die wahren Gründe für Flucht und Terror von Slavoj Žižek und Mann im Zoo von David Garnett. Dazu erschienen meine Rezensionen zu Heinz Helles neuem Roman Die Überwindung der Schwerkraft und der Analyseteil zu Fluchtliteratur reloaded.

Gesehen

JULIANE: Stefan und ich waren seit langem mal wieder zusammen im Kino und haben uns den deutschen Film Gundermann angeschaut. Darin geht es um den gleichnamigen Liedermacher aus der DDR, der zugleich auch Baggerfahrer und informeller Mitarbeiter bei der Stasi war. Seine Ideale hat er dabei jedoch nie verraten, blieb immer Rebell und Systemkritiker. Eine interessante Mischung, wunderbar verkörpert von Alexander Scheer – und die Lieder sind auch nicht zu verachten. Im Ch. Links Verlag ist kürzlich auch ein interessanter Band über Gerhard Gundermann erschienen.

STEFAN: Juliane hatte es schon alleine geschaut, nun bin ich auch begeistert. Please like me ist Sitcom und Drama zu gleichen Teilen, unfassbar lustig und herzzerreißend, ohne kitschig oder dumm zu sein. Ein Traum von einer Serie! Außerdem habe ich The Haunting of Hill House geschaut. Die Serie ist deutlich besser, als der Name es zunächst vermuten lässt. Der Horror ist meistens sehr subtil, bricht nur gelegentlich aus. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern. Irgendwie ging der Serie leider zwischendurch immer wieder ein wenig die Luft aus. Trotzdem gut!

Gehört

JULIANE: Anfang des Monats war ich mit meiner Freundin Anki, die ihr von diesem Beitrag schon kennt, auf Kurzurlaub in Budapest – ich habe dort vor sechs Jahren mein ERASMUS-Semester absolviert und <3 diese Stadt. In jeder freien Minute hat Anki in unserer Unterkunft Miya Folick voll aufgedreht …

STEFAN: Ich habe diesen Monat mal wieder öfter meine Akustikgitarre in der Hand gehabt. Ich bin totaler Elliott Smith-Nerd, daher liefen dann auch ganz schnell wieder alle seine Alben hoch und runter. Seine Musik ist so unfassbar zeitlos schön und traurig, kann man gar nicht beschreiben. Wer ihn nicht kennt, sollte mal in Either/Or reinhören. Perfekter Beginn.

Gemacht

JULIANE: Anfang des Monats erreichte uns ein mysteriöser Brief mit einem Passfoto einer Frau und einem Zettel, auf dem »Hätten Sie zu Stella gehalten?« notiert war. Sehr mysteriös – die Auflösung gab’s aber schon ein paar Tage später, als das Leseexemplar zu Takis Würgers im Januar erscheinenden Roman Stella eintrudelte. Aber dann wurde es tatsächlich noch verrückter, als Takis uns per Direktnachricht über Instagram zu sich nach Hause einlud, um mit 29 anderen Blogger*innen, Booktuber*innen und Bookstagramer*innen über Stella zu sprechen. Über das Buch dürfen wir leider noch nichts verraten, der Abend bei Takis Würger in Berlin war allerdings sehr schön … es gab Pizza, super Wein und gute Gespräche über Literatur.

STEFAN: Der open mike war mal wieder ein großes Ereignis, Juliane hat den Blog, ich habe die Redaktion geleitet. Es war sehr stressig und manchmal hektisch, aber alles hat sich gelohnt. Ein tolles Kandidat*innenfeld und auch wieder ein kleines Klassentreffen des Literaturbetriebs. Hier könnt ihr lesen, was so passiert ist.

Geklickt

JULIANE: Männliche Journalisten, die nur Romane von Männern besprechen, und das macht dann Dreiviertel aller Rezensionen aus, schmierige Verleger der »alten Schule« und die junge hübsche Autorin, die dann auch nur darauf reduziert wird … Alltag im deutschen Literaturbetrieb – leider. Im November gab es zum Thema »#MeToo im Literaturbetrieb« ein sehr empfehlenswertes Radiofeature auf Deutschlandfunk Kultur.

STEFAN: Faultierzeit!

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