Und sonst so? [Monatsrückblick Mai 2019]

Mai hieß für Juliane Urlaub, für Stefan viel Zeit zum Lesen, und auch mal wieder Serien zu schauen. Das schlägt sich im Rückblick nieder!

Yannic Han Biao Federer: Und alles wie aus Pappmaché
Anna Gien & Marlene Stark: M
Juan S. Guse: Miami Punk
Eure Heimat ist unser Albtraum
Sarah Kuttner: Kurt

Gelesen

JULIANE: Da ein Job für mich Anfang Mai zu Ende ging und der neue erst Anfang Juni anfing, hatte ich endlich mal wieder viiiiiiel Zeit zum Lesen … und zum Rezensieren! Zwei [sic!] ganze Bücher habe ich im Mai besprochen: Und alles wie aus Pappmaché von Yannic Han Biao Federer und Kurt von Sarah Kuttner. Gelesen habe ich noch mehr, zum Beispiel Heinrich Bölls Irisches Tagebuch – viele mögen behaupten, Böll und seine Texte seien aus der Mode gekommen. Aber ich mochte den Kölner schon immer sehr und auch dieses Tagebuch hat mich wieder darin bestärkt. Wo ich seine irischen Aufzeichnungen gelesen habe, erfahrt ihr weiter unten.

STEFAN: Hier war nun mal wieder mehr los bei mir, gelesen und gepostet sind M von Anna Gien und Marlene Stark, die Anthologie Eure Heimat ist unser Albtraum von Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah. Gelesen habe ich außerdem Milchzähne von Helene Bukowski, Dschungel von Friedemann Karig, Sonst kriegen Sie ihr Geld zurück von Tomer Gardi und Sommer am See von Alberto Vigevani. Gepostet wurde zudem Miami Punk von Juan S. Guse.

Gesehen

JULIANE: Ach ja, die frühen Nullerjahre. <3 Habe Bridget Jones’s Diary zum ersten Mal auf Englisch geschaut. Genau das Richtige für verregnete Mai-Abende – natürlich mit Schoki.

STEFAN: Der Mai hatte für mich zwei grandiose Highlights parat. Einmal die zweite Staffel von Fleabag, der furiosen britischen Serie von Phoebe Waller-Bridge. Diesmal weniger Trauer und mehr Familie und Liebe, aber wieder richtig gut, witzig und tiefgründig, traurig und überraschend. Zusätzlich habe ich alle Staffeln Transparent geschaut. Die Serie schafft es unglaublich gut, jüdisches Leben in den USA mit dem Thema Trans und allgemein Diversität zusammenzubringen, und das ganze genauso humorvoll wie abgründig zu gestalten, ohne in Klischees abzudriften.

Gehört

JULIANE: Ende Mai war ich mit einer Freundin zwölf Tage in Irland unterwegs. Da gab’s viel Traditional Irish Folk, Singer-Songwriter-Kram und Indie-Hits.

STEFAN: Ich habe mir das Konzert von Town Portal in der Supamolly angeschaut und war ziemlich begeistert. Wie die drei beständig gegeneinander anspielen und doch immer genau im komplett unvorhersehbaren Plan bleiben, ist einfach großartig. Das begeistert auch komplett ohne Gesang.

Gemacht

JULIANE: Jetzt schon zweimal angeteasert: Ich war in Irland! Und es war so unglaublich schön dort. Alles, was wir in diesem Land gesehen haben, war einfach unfassbar schön – die Landschaft, die Tiere, das Grün, die Menschen (wirklich, sooo freundlich, kenne ich aus Berlin gar nicht mehr! haha). Meine Freundin Annabelle hat hier einen kleinen Reisebericht geschrieben, ein paar Fotos haben wir natürlich auch geknipst:

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STEFAN: Ich war mit ein paar Verlagsmitarbeiter*innen und einigen weiteren Blogger*innen auf der Premierenfahrt für Friedemann Karigs Debüt Dschungel. Eine feucht fröhliche Fahrt mit Lesung und guten Gesprächen, die danach im House of Small Wonder in Mitte noch bei Cocktails fortgesetzt wurden. Danach haben wir uns dann erstmal zwei Tage in den Fontane Thermen erholt. Außerdem bin ich beim Berliner Firmenlauf seit langem mal wieder wirklich weit gelaufen – ich werde nicht jünger, aber noch geht’s.

Geklickt

JULIANE: In Österreich war ja so einiges los vor Kurzem, eine unterhaltsame Zusammenfassung inklusive Vengaboys gibt es in Teresa Präauers aktuellem Freitext auf ZEIT Online.

STEFAN: David Attenborough versucht ein Faultier zu erschrecken. Sehr schön.

Kategorie Blog, Mischmasch
Autor

Ich bin im Niemandsland von NRW zwischen Tagebauten und Kraftwerken aufgewachsen, da gab es nur wenige Argumente gegen ausgiebiges Lesen, um der Tristesse zu entkommen. Dann ging es nach Aachen, später nach Köln, dann nach Göttingen und nun lebe ich in Berlin. Beruflich vor allem mit wissenschaftlichen Büchern beschäftigt, kann ich mich auf dem Blog in der Belletristik austoben. Nebenbei spiele ich noch in Bands, meine zweite Leidenschaft ist ganz klar die Musik! Oder doch Kochen und Essen? Naja …

4 Kommentare

  1. Die zweite Staffel fleabag muss ich auch unbedingt schauen. Zumal ich sie gar nicht erwartet habe, denn die Handlung war ja eigentlich abgeschlossen und das Stück, auf dem die Serie basiert, hat nur 70 Seiten – woher also den Stoff nehmen? Ich bin sehr gespannt! Diesen Monat war „how to sell drugs online (fast)“ und die neue Staffel black mirror highlight ❤️

    • Ich hab die neue Staffel auch nur durch Zufall entdeckt und war umso erfreuter! Und „How to sell drugs online (fast)“ gab es im Juni dann auch, war auch super. Vor allem mal wieder Bjarne Mädel.

  2. Hach, Transparent ist eine so gute Serie. Schade, dass der Hauptdarsteller durch seine Verfehlungen fehlen wird, falls es überhaupt noch eine neue Staffel geben wird. Gebe dir aber recht, dass diese Serie so ziemlich klischeefrei viele Klippen umschifft und einen sehr charmanten Blick auf eine etwas andere Familie lenkt. Auf eine Fortsetzung von diesem Format würde ich mich sehr freuen.

    • Ich fand sie wirklich toll, aber irgendwie glaube ich auch, dass 5 Staffeln genug waren und sich die Beteiligten lieber etwas Neues ausdenken können. Es muss ja auch nicht immer weitergehen!

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