Und sonst so? [Monatsrückblick April 2018]

Der April startete mit dem langen Osterwochenende und hielt auch sonst schöne Erlebnisse, Bücher und endlich auch Sonne bereit. Hier kommt unser Monatsrückblick April 2018.

Gelesen

Monatsrückblick April 2018

 

JULIANE: Ich habe endlich ein tausendmal begonnenes Buch zu Ende gelesen und es nicht bereut. Friedemann Karigs Wie wir lieben kann ich bedenkenlos weiterempfehlen. Außerdem habe ich Josephine Freys Debüt Im Enddefekt rezensiert und arbeite gerade an einem Beitrag über Nature Writing. Hierfür lese ich momentan das wunderschöne Buch In 80 Bäumen um die Welt von Jonathan Drori.

STEFAN: Kurz vor meinem Abflug gen Indien habe ich noch Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl beendet, um auf dem Weg zum Flughafen gleich Thorsten Nagelschmidts Roman Der Abfall der Herzen anzufangen. Darauf folgte Peach von Emma Glass und nun lese ich Maxim Ossipows Erzählungsband Nach der Ewigkeit. Hochkarätiger Monat, soviel sei zu den noch nicht rezensierten Titeln schon mal gesagt!

Gesehen

JULIANE: Der April war bei mir ein richtiger Doku-Monat. Neben Hintergrundgeschichten zu den Leben von Lady Diana (so viel Einfluss hatte diese Frau auf England), Avicii (wie die Musikindustrie ein Leben zerstört) und Maya Angelou (noch eine wichtige Frau, die wahrscheinlich hierzulande viel zu wenige kennen) kann und muss ich immer wieder Embrace empfehlen. Eine so wichtige Doku gegen den Schlankheitswahn, gegen gefährliche Schönheitsideale und für eine körperliche Selbstbestimmung. Tipp: Gibt’s zur Zeit und in voller Länge auch auf YouTube.

STEFAN: Ich habe mir die Stunden im Flugzeug mit einer exzellenten Filmauswahl vertrieben, die mich ziemlich überrascht hat. The Shape of Water, I, Tonya und Three Billboards Outside Ebbing Missouri habe ich mir angesehen und war von allen angetan. Bei letzterem vor allem von der unfassbaren Frances McDormand. Außerdem hat mich die erste Staffel von On My Block fasziniert, die deutlich problematischere, aber nicht weniger lustige Geschichten vom Erwachsenwerden erzählt als die meisten anderen Highschool- oder College-Serien. Und dabei immer wieder überrascht.

Gehört

JULIANE: Das Tocotronic-Konzert in der Berliner Columbiahalle klingt immer noch in meinen Ohren nach.

STEFAN: Hupen, pausenloses Hupen. Mittlerweile ist es schon gar nicht mehr so präsent in meiner Wahrnehmung, aber grade während meiner ersten Tage in Pondicherry habe ich im Traum noch das Hupen der Mopeds, Rikschas und Autos von der Straße gehört.

Gemacht

JULIANE: Anfang des Monats habe ich mich an einem bitterkalten Ostermontag in der Bad Saarow-Therme beblubbern lassen. Wer auf Badewanne steht, sollte da unbedingt mal hin. Sehr entspannend! Außerdem habe ich am vorletzten Wochenende meinen Balkon bepflanzt und dabei ein Pflänzchen entdeckt, das anscheinend den Winter überlebt hat. Wie schön.

STEFAN: Wie schon meine vorherigen Antworten zeigen, beherrscht mein Aufenthalt in Südindien gerade mein Leben. Seit einem Monat bin ich jetzt hier, mit ein paar Unterbrechungen werden noch vier Monate folgen. Absolut aufregend und schön, nur leider muss ich tatsächlich viel arbeiten und kann mich nicht so richtig dem Reisen hingeben. Und der südindische Sommer schlägt mit Temperaturen um 40 Grad gerade auch ordentlich zu.

Geklickt

JULIANE: Besonders hat mir Tobias von buchrevier diesen Monat aus dem Herzen gesprochen, wenn er die Verlage um Entschleunigung bittet. Die ersten Sonnenstrahlen erreichen uns und in der Buchwelt denkt schon wieder alles an den Herbst. Vorschauen über Vorschauen … ich komme auch nicht mehr hinterher.

STEFAN: Nach den nicht enden wollenden Diskussionen nach dem G20-Gipfel und früher schon nach diversen Demonstrationen mit zweifelhaften Polizeieinsätzen beherrschen immer noch Polizeiberichte die Berichterstattung der meisten Medien. Dass diese mehr politische Äußerungen als objektive Beschreibungen der Ereignisse sind, ist zumindest den meisten Demonstranten oft klar. Das Feature Täter in Uniform – Polizeigewalt in Deutschland des SWR zeigt, wie die Polizei ihre Angehörigen schützt und Gesetze eine rechtsstaatliche Untersuchung von Polizeigewalt immer wieder – und immer mehr – verhindern.

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