Und sonst so? [Monatsrückblick Februar 2018]

Hui, das ging mal wieder flott und ein weiterer Monat des noch frischen Jahres ist verstrichen. Kein Wunder, der Februar ist bekanntlich ja auch nicht besonders lang. Was wir erlebt, gelesen, gesehen und geklickt haben, könnt ihr hier in unserem Monatsrückblick Februar 2018 nachlesen. Viel Spaß!

Gelesen

Rezensierte Bücher im Februar 2018
JULIANE: Für meine momentanen Verhältnisse habe ich diesen Monat viel gelesen und sogar ein Buch rezensiert. Dabei handelt es sich um den schmalen Band Willkommen in Amerika von Linda Boström Knausgård, der mich wirklich sehr beeindruckt hat. Nicht weniger faszinierend waren und sind meine weiteren Lektüren. Joan Didions Das Jahr magischen Denkens war zudem kein leichter Stoff. Da muss ich mir noch überlegen, wie ich darüber schreiben werde. Momentan versüßt mir der Kurzgeschichtenband Zehn Wahrheiten von Miranda July den allmorgendlichen Weg zur Arbeit. Außerdem widmete ich mich natürlich auch den drei Blogbuster-Texten, die für Stefan und mich in die engere Wahl kamen.
STEFAN: Neben dem aufregenden Blogbuster-Lesen und -Diskutieren habe ich doch auch noch das eine oder andere Buch gelesen. So etwa Céline Minards Roman Das große Spiel, die Erzählung Flauschkontraste von Joshua Groß, Die Philosophie des Kochens aus den mairisch-Philosophien und weiterhin Clemens Meyers Im Stein, das immer mal wieder für kürzere Bücher eine kleine Pause bekommt und mich dann wieder aufs Neue beglückt. Veröffentlicht wurden dazu noch meine Rezensionen zu Bertrand Russells Warum ich kein Christ bin und Eric Keils Raum in einem Raum.

Gesehen
JULIANE: Die dritte Staffel von Lovesick stand für mich ganz oben auf der Watchlist, hat mich aber leider etwas enttäuscht. Vielleicht ist das Konzept der Serie einfach ausgelutscht, das ewige Hin und Her zwischen Evie und Dylan hat mich einfach angeödet. Ganz anders erging es mir mit The End of the F***ing World. Diese Netflix-Serie ist skurril, witzig, düster und manchmal auch etwas eklig. Ich vermisse Alyssa und James schon jetzt.

STEFAN: Ich habe Unbreakable Kimmy Schmidt für mich entdeckt. Unfassbar bekloppt, lebensfroh, hier und da auch mal traurig, und immer nah am Leben. Wer auf Arrested Development steht, wird auch hier große Freude haben. Auch weil Tobias-Darsteller David Cross ab Staffel zwei mit dabei ist. Highlight! Und The End of the F***ing World hat mir auch sehr gefallen.

Gehört
JULIANE: Achtung, jetzt wird’s ein bisschen cheesy. Obwohl ich dachte, ich hätte Clueso zusammen mit seinem neuen Album hinter mir gelassen, hat er mich in diesem Monat doch wieder erwischt. Ich habe sein Duett mit der wunderbaren Kat Frankie, »Wenn du liebst«, rauf und runter gehört. Der Text mag vielleicht etwas flach sein, aber ich mag’s trotzdem. Außerdem gibt es eine neue Single von Drangsal. »Turmbau zu Babel« klingt anders als die Songs auf seinem ersten Album, aber immer noch speziell und mit Ohrwurmgarantie.

STEFAN: Bei mir gab es eine Wieder- und eine viel zu späte Neuentdeckung. Wiederentdeckt habe ich das großartige Album We Sing The Body Electric von Sincebyman, schriller und trotzdem moshiger Screamo/Post-Hardcore von 2003, absolut elektrifizierend. Neu für mich entdeckt habe ich dann noch eine Band, die ihren Höhepunkt ebenfalls Ende der 90er, Anfang der 2000er hatte: Rainer Maria. Natürlich nach Rilke benannt, mit tollem zweistimmigen Gesang und ordentlichst emo. Das 1999 erschienene Album Look Now Look Again ist einfach zum Dahinschmelzen.

Gemacht
JULIANE: Der Februar war zugleich auch mein letzter Monat in Zürich. So habe ich meine Freizeit hier noch mal voll ausgenutzt. Es ging zum Schlitteln auf den Flumserberg (Aua, mein Po!), in die französischsprachige Schweiz nach Neuchâtel (Wunderschön plus Centre Dürrenmatt!), in die Hafenkneipe zur »Tuesday Night Unplugged« (Beste Coverband ever!) und zum »Chäsbängel« essen auf die WG-Couch (Pervers viel flüssiger Fonduekäse in einem Brotlaib!).

      

STEFAN: Bei mir geht auch die erst so kurze Zeit in Berlin schon bald zu Ende. Ich werde ab April für ein paar Monate in Indien arbeiten, worauf ich mich ganz schön freue. Zur Vorbereitung versuche ich meine Schärfe-Toleranz hochzuschrauben. Also habe ich mal das schärfste Essen im indischen Restaurant bestellt. Hui. Aber nach kurzem Schwindel ging es dann ganz gut rein und war sogar richtig lecker. Indien, ich komme!

Geklickt
JULIANE: Meine liebe Anika hat einen zweiten Teil ihres Herzensprojekts »Zu Besuch bei« hochgeladen. Dieses Mal hat sie Shida Bazyar in Berlin getroffen und mit ihr über »Nachts ist es leise in Teheran«, das Schreiben und natürlich Shidas Lieblingsbücher gesprochen:

Außerdem habe ich online die Petition zu #no120db unterzeichnet. Menschen, die den Feminismus und die #metoo-Debatte missbrauchen, um ihr rassistisches Gedankengut weiter zu streuen, sind einfach ätzend.
STEFAN: Ich habe ein allerliebstes kleines Musikvideo entdeckt, das mir jedes Mal wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Das soll euch nicht vorenthalten bleiben. Vorhang auf für Blond mit Spinaci:

Kategorie Blog, Mischmasch
Autor

Aufgewachsen im schönen Brandenburg lernte ich schon früh die ländliche Einöde lieben und hassen zugleich. Heute kehre ich immer wieder gern heim, wohne allerdings lieber in urbanen Räumen. Mein Masterstudium hält mich derzeit literarisch auf Trab. Nebenbei versuche ich, die Welt zu entdecken. Auf Poesierausch möchte ich über Literatur und Kultur schreiben – so, wie ich sie erlebe.

3 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei Lieben,

    krass, dass schon wieder ein Monat um ist.
    Vielen Dank, für die Erwähnung meines Videos ♥
    Dieser „Chäsbängel“ sieht echt mega pervers aus!! Deine Zürich-Zeit klingt einfach toll!!
    Und Stefan dir wünsche ich schonmal eine wunderbare Zeit in Indien. Mich hat dieses Land verzaubert.

    Ich drücke euch,
    Anika

    • Oh ja, der »Chäsbängel« war echt richtig gut, als Topping gab’s noch so Dosenfrüchte. 😀
      Fühl dich zurückgedrückt! <3

  2. Pingback: Monatsrückblick Februar 2018 | Wortlichter

Kommentar verfassen