Und sonst so? [Monatsrückblick Juli 2020]

Corona + Summertime = Worst Sommerloch ever??? Sagen wir es mal so: Es ist kompliziert. Immerhin war kurz Urlaub angesagt, der Literaturbetrieb läuft ganz langsam wieder an, erste Herbstveröffentlichungen treffen ein.

Gelesen

JULIANE: Um es gleich mal vorwegzunehmen: Ich habe mal wieder nüscht rezensiert – shame on me. Aber irgendwie komme ich gerade nicht so in Tritt. Gelesen habe ich natürlich trotzdem und zwar ganz verschiedene Texte: einen Bildband über mein Traumreiseziel Spitzbergen mit einem Essay von Cees Nooteboom, dann Das Leben ist eins der härtesten von Giulia Becker, den alten Schinken Ein Winter auf Mallorca von George Sand und das aktuelle Missy Magazine.

STEFAN: Im Juli habe ich Das Klimabuch von Esther Gostalla, Die Palmen am Strand von Acapulco, sie nicken von Charlotte Krafft, Julies Leben von Emanuel Carrière, Park von Marius Goldhorn und MRX Maschine von Luise Meier gelesen. Gerade liegt Der Feminist von Iván Repila auf dem Nachttisch.
Gepostet haben wir Vom Land von Dominik Barta und Kurzrezensionen zu Sieben Versuche über die Liebe von Maxim Biller, Volksaufstand & Katzenjammer von Kolja Möller und Immortal – Dead Soon III, Manic 1.000.000 Eigenfikkung von Kevin Kemter sowie einen Sammelbeitrag zur Kiwi Musikbibliothek.

Gesehen

JULIANE: Zusammen mit Stefan habe ich letztens angefangen, die 2017er Netflix-Serie GLOW zu schauen. Darin geht es um eine Gruppe zusammengewürfelter Frauen, die für eine Wrestling-Serie gebucht wurden. Sehr spannende Charaktere sind mit dabei, starke Frauenfiguren und witzige Szenen, nur die Hauptfigur Ruth bleibt in den ersten Folgen noch etwas blass. Ich bin gespannt auf die weiteren Staffeln.

STEFAN: Die zweite Staffel von Hanna hat auf Amazon wieder für ordentlich Bourne-Verschwörungs-Vibes gesorgt. Vielleicht etwas schwächer als die erste, in der mit der Anfang besonders gefallen hat, und etwas zu repititiv, aber gute Unterhaltung. Mit Gutland habe ich noch einen mysteriösen deutschen Horrorfilm gesehen, der aber von Grusel weit enfernt war. Etwas mehr hatte The Nun, aber mehr als routiniert kann man das auch nicht nennen.

Gehört

JULIANE: Festivals und durchtanzte Nächte fallen in diesem Jahr ja leider aus, deshalb muss ich mir die guten DJ-Sets nun auf der heimischen Couch anhören und fremden Menschen einer früheren Zeit beim Tanzen zusehen.

STEFAN: Manche kennen den Bassisten unserer Band bereits aus unserer Rubrik Freund*innen lesen, für die er GRM. Brainfuck gelesen hat. Er macht aber auf dem Micro-Radio Keith F’em auch eine wöchentliche Show mit Musik aus den Bereichen Post-Rock, Emo, Screamo, Post-Hardcore, Ambience, Experimental uvm., die ich nur empfehlen kann: Kraut Kontrol (die Archive werden gerade leider generalüberholt). Immer wieder für Anregungen und Wiederentdeckungen gut. Immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr. Danke, Jens!

Gemacht

JULIANE: Im Juli hatten wir eine Woche Urlaub und haben die Zeit auf der Isle of Wight verbracht. Mein allerschönstes Ferienerlebnis war dort unser Besuch der Alpaka-Farm. Beim Alpaka-Spaziergang habe ich viel gelernt über die schönen Tiere. <3

STEFAN: Auch außerhalb der Alpaka-Farm gab es England und speziell die Isle of Wight zu entdecken, ein voller Erfolg. Wunderschöne Landschaften, Küste in allen möglichen Formen, und ein Wanderweg, der einmal die komplette Insel umrundet – ein Traum! Dazu noch ein wirklich guten Nahverkehrsnetz, sodass ein Auto absolut nicht notwendig ist, und überaus nette Menschen machen die Insel zu einem Kleinod. Leider hatten wir nur eine Woche, aber es war eine überaus schöne.

Geklickt

JULIANE: Ende des Monats konnte ich mich endlich durchringen, mir eine Periodenunterhose zu kaufen, und zwar bei ooia (früher ooshi). Bin gespannt, wie gut das funktioniert – auf jeden Fall werde ich damit viel Müll sparen.

STEFAN: Diesmal ganz analog, denn Juliane hat mir ein kleines Geschenk gemacht, das meine Transfomation zum Faultier komplettieren könnte. Be More Sloth von Alison Davies. Ein Traum!

Kategorie Blog, Mischmasch
Autor

Aufgewachsen im schönen Brandenburg lernte ich schon früh die ländliche Einöde lieben und hassen zugleich. Heute kehre ich immer wieder gern heim, wohne allerdings lieber in urbanen Räumen. Beruflich bin ich im Sachbuch unterwegs, nach Feierabend widme ich mich dann der Belletristik und schreibe hier über meine Lektüren.

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