Und sonst so? [Monatsrückblick Mai 2020]

Eigentlich wären wir im Mai für zwei Wochen in die USA geflogen. Eigentlich. Denn dann kam uns der Virus dazwischen und wir verbrachten unseren Urlaub im Harz und der Sächsischen Schweiz statt in den Hamptons und New York.

Gelesen

JULIANE: Komplett gelesen habe ich im Mai Helene Bockhorsts Debüt Die beste Depression der Welt – ein Buch, das mir nur in Teilen gefallen hat, aber nicht komplett schlecht ist. Außerdem habe ich endlich das vielgelobte Buch Die Jahre von Annie Ernaux angefangen zu lesen sowie das wunderbare Memoir Unorthodox von Deborah Feldman rezensiert.

STEFAN: So langsam bricht das HomeOffice meinen Flow, die Schreibroutine ist dahin. Lesen geht aber noch, und fertige Rezensionen gab es auch noch genug. Gelesen habe ich Arbeit von Thorsten Nagelschmidt, Fehlstart von Marion Messina, Sieben Versuche zu lieben von Maxim Biller, Volksaufstand und Katzenjammer von Kolja Möller und Vom Land von Dominik Bartha. Gepostet haben wir Hawaii von Cihan Acar, Allegro Pastell von Leif Randt, Taubenleben von Paulina Czienskowski und Sarah von Scott McClanahan.

Gesehen

JULIANE: Im Mai hat für mich am stärksten die Netflix-Doku Circus of Books herausgestochen – ein Film über ein eher konservatives Hetero-Pärchen, das sich mit einem Shop für Gay-Pornos in L.A. kurz vor der Stonewall-Bewegung einen Namen gemacht hat. Lovely.

STEFAN: Endlich habe ich die großartige Elliott Smith-Doku Heaven Adores You gesehen, die momentan auf Amazon läuft. Zahlreiche Zeitzeugen sind dabei, die Elliott auch tatsächlich gut bis sehr gut kannten, und vermitteln mit einer Tonne von bekanntem und auch etwas unbekanntem Bildmaterial ein sehr gutes Bild des Ausnahmekünstlers. Ich bin Hardcore-Elliott-Smith-Fan, darf ich hier jetzt mal öffentlich behaupten, und von mir gehen alle Daumen hoch!

Gehört

JULIANE: Im Nachgang zu meiner Lektüre von Unorthodox und dem Schauen der dazugehörigen Netflix-Miniserie habe ich mir dann noch alle Folgen des Unangepasst-Podcast angehört, in dem u.a. auch Deborah Feldman zu Gast ist. Außerdem habe ich durch ein Fanart-Video meine Liebe zu dem Song Sinner’s Prayer von Lady Gaga entdeckt.

STEFAN: Meine Band liegt Corona-bedingt immer noch auf Eis, erst ganz zaghaft gehen erste Proben wieder los. Passend zur Doku habe ich also mal wieder die Akustikgitarre rausgeholt und Elliott Smith-Songs gespielt. Ein Wahnsinn mitzuerleben, wie sich Erinnerungsfetzen aus den hintersten Schubladen langsam lösen und ins Licht kriechen, während man sich bei seinen Songs einen abbricht. Aber auch so erfüllend!

Gemacht

JULIANE: Statt in New York und den Hamptons waren wir in unserem zweiwöchigen Urlaub im Harz und der Sächsischen Schweiz wandern. Und es war einfach schön. Außerdem habe ich die Karl-Lagerfeld-Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg in Halle besucht, die ich sehr empfehlen kann.

STEFAN: Die Radtouren um Berlin gehen weiter, aber auch das Boot haben wir für uns entdeckt. Denn eine Woche vor der kontaktfreudigen wie hochnotpeinlich aus dem Ruder gelaufenen Club-Demo Ravekultur retten! auf dem Landwehrkanal waren wir an gleicher Stelle, aber mit ungleich weniger Personen pro Boot unterwegs und haben uns in die Ruder geschmissen. Zum Abschluss des Juni sind wir dann noch um den Wannsee geradelt, was zumindest meinen Hintern vor eine der größten Herausforderungen von 2020 gestellt hat.

Monatsrückblick Mai 2020

Geklickt

JULIANE: Meine beiden Freundinnen Hannah und Marie haben nicht nur das Almost 30 Magazine ins Leben gerufen, sondern jetzt auch die Almost Agentur und ein Almost Zine, in dem sie in der Interviewreihe TOGETHER independent unabhängige Verlage, Magazine, Mode- und Beautylabels, Läden, Künstler*innen und Macher*innen porträtieren – zum Beispiel Emilia von Senger und ihre geplante Buchhandlung She said.

STEFAN:

Kategorie Blog, Mischmasch
Autor

Aufgewachsen im schönen Brandenburg lernte ich schon früh die ländliche Einöde lieben und hassen zugleich. Heute kehre ich immer wieder gern heim, wohne allerdings lieber in urbanen Räumen. Beruflich bin ich im Sachbuch unterwegs, nach Feierabend widme ich mich dann der Belletristik und schreibe hier über meine Lektüren.

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