Und sonst so? [Monatsrückblick Januar 2021]

2021 ist da und der Winter ist gleich mitgekommen. Auch mal schön. Die ersten Neuerscheinungen des jungen Jahres trudeln ebenfalls ein, das macht den Start bei sonstigem Stillstand doch ganz angenehm.

Gelesen

JULIANE: Im Januar habe ich mit vier beendeten Bücher plus einem angefangenen Titel für meine Verhältnisse sehr viel gelesen. Mit dabei waren Die souveräne Leserin von Alan Bennett, Valerie Fritschs Herzklappen von Johnsson & Johnsson, der Band Gesichter von Vita Sackville-West und der erste Teil der Kopenhagen-Trilogie von Tove Ditlevsen – allesamt sehr lesenswert. Begonnen habe ich zusammen mit meiner Freundin Anika den ersten Teil der Neapolitanischen Saga Meine geniale Freundin von Elena Ferrante. Über diesen »Buddyread« mit Anika bin ich sehr froh, sonst hätte ich Ferrante wohl zum dritten Mal abgebrochen.

STEFAN: Ein bisschen überschneiden sich hier Dezember und Januar, und ich kriege alles in meiner Erinnerung nicht mehr ganz auseinander. Aber zuletzt habe ich Ministerium der Träume von Hengameh Yaghoobifarah, Kurzes Buch über Tobias von Jakob Nolte und Unheimlich nah von Johann Scheerer gelesen.
Gepostet haben wir Rezensionen zu Alle Hunde sterben von Cemile Sahin, der punctum-Reihe bei Matthes & Seitz, Der undankbare Flüchtling von Dina Nayeri, neuen Bänden der Digitalen Bildkulturen bei Wagenbach, Nach der Sonne von Jonas Eika und Solidarisch sein! von Ahmad Mansour.

Gesehen

JULIANE: Im Januar hingen wir anscheinend viel vor der Glotze, wenn ich mir anschaue, was ich hier gleich alles aufzählen werde. Aber es war ein sehr guter Guck-Monat, es folgen reine Empfehlungen. Wir haben die neueste Staffel der ARD-Serie Charité über die Geschichte der Berliner Klinik geschaut, Paddington 1 und 2 – niedlicher Familienfilm mit Teddybär, dann die sehr spannende und kluge Serie The Queens’ Gambit und die auf der letzten Berlinale gefeierte Neuverfilmung von Berlin Alexanderplatz. Außerdem haben wir die Serien Looking und Girls geschaut bzw. angefangen. Mein groooßes Highlight war allerdings Musikdoku Supersonic über die britische Band Oasis. Kannte vorher zwar schon »Wonderwall« und »Don’t Look Back in Anger«, aber wusste nicht, welch coole Musik die eigentlich noch gemacht haben. Bin jetzt Fan.

STEFAN: Wir haben mal etwas anderes gemacht und eine Corona-Adaption des Deutschen Theaters Berlin von Georg Büchners Woyzeck angeschaut, Woyzeck Interrupted. Nicht alles passte hier immer perfekt zusammen, aber am Ende war die Adaption doch sehr gelungen und konnte Stück und Pandemie überzeugend miteinander verknüpfen. Ansonsten gab es reichlich Serien und Filme, die Juliane aber schon ziemlich komplett abgedeckt hat.

Gehört

JULIANE: Oasis, rauf und runter. Neues Lieblingslied: »Supersonic«.

STEFAN: Das neue Album von The Notwist ist da, nach gut acht Jahren Wartezeit geht es endlich weiter in deren verschrobenen Musik-Kosmos. Ich bin noch gar nicht so tief eingestiegen, um mir wirklich ein Urteil zu erlauben, aber mit jedem neuen Hören kommt das alte Gefühl wieder zurück. Auch wenn ich jetzt schon weiß, dass mir das letzte Drittel wohl nicht so gefallen wird, die Kollaborationen scheinen mir irgendwie nicht den ganz besonderen Notwist-Charme zu haben. Trotzdem eine Empfehlung!

Gemacht

JULIANE: Im Januar gab’s einen schönen Filmabend mit Pizza, Chips und einem Freund. Geschaut haben wir Berlin Alexanderplatz – nächstes Mal dann mit Pyjamas und Übernachtung. Außerdem habe ich das Bücherregal mit den ungelesenen Titeln neben meinem Bett mal sortiert und dabei entschieden, in diesem Jahr keine Rezensionsexemplare mehr anzufordern.

STEFAN: Tja, hier weiß ich auch nicht, also irgendwie trifft alles Digitale nicht wirklich meinen Sinn von »Etwas -Machen«, daher bleibt dies hier mal leer.

Geklickt

JULIANE: Könnte auch in die Kategorie »Gehört« passen, stelle ich jetzt aber einfach mal hier vor. Trommelwirbel, hier kommt mein neuer Lieblingspodcast: DRINNIES – von und mit Giulia Becker und Chris Sommer. Zwei Introvertierte sprechen über das Zu-Hause-Bleiben, das Leben in der Comfort Zone, und das tun sie auf so witzige wie erfrischende Weise, dass ich mich schon freitags immer auf die neue Folge am Dienstag freue.

STEFAN: Super Sloth!

Kategorie Blog, Mischmasch
Autor

Aufgewachsen im schönen Brandenburg lernte ich schon früh die ländliche Einöde lieben und hassen zugleich. Heute kehre ich immer wieder gern heim, wohne allerdings lieber in urbanen Räumen. Beruflich bin ich im Sachbuch unterwegs, nach Feierabend widme ich mich dann der Belletristik und schreibe hier über meine Lektüren.

2 Kommentare

  1. Nimmer Satt

    Und ich bin froh, dass du „Die geniale Freundin“ mit mir durchziehst. Du kannst ja am Ende des Buches immer noch entscheiden, ob du dann weiterlesen willst oder nicht. Ich bin jedenfalls gespannt, warum das solch ein Hype war und ob ich der Geschichte auch etwas abgewinnen kann. Das alles mit dir zusammen in Erfahrung zu bringen, macht es natürlich schon jetzt zu etwas BESONDEREM 🙂

    • Das stimmt, da hast du absolut recht! Ich bin gespannt, ob wir nach dem ersten Teil die anderen auch noch lesen wollen.

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